Ambulant Betreutes Wohnen

Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung
In Wohngemeinschaften leben vier bis sieben Menschen mit Behinderung zusammen. Jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer, das mit eigenen Möbeln eingerichtet wird. Wohnzimmer, Küche und Sanitäreinrichtungen werden mit den anderen Mitbewohnern genutzt.

Das Wohnen in der WG für Menschen mit Behinderung wird im Rahmen der Eingliederungshilfe angeboten. Bei der Bewältigung von alltäglichen Aufgaben werden die Bewohner, je nach individuellem Bedarf, von pädagogischen Mitarbeiter/-innen unterstützt. Ziel ist die Entwicklung, Aufrechterhaltung und Wiederherstellung von sozialen, alltags- und lebenspraktischen Fähigkeiten. Sollte ein Pflegebedarf bestehen, wird ein Pflege- oder Assistenzdienst hinzugezogen.

Die Wohnungen können sich in einem normalen Wohnhaus befinden und ein Pflegedienst bzw. die Betreuung kommt, je nach individuellem Bedarf, in die WG. Eine 24-stündige Rufbereitschaft ist hier jedoch meist nicht gegeben.
Die meisten WG-Wohnungen werden von Wohnheimanbietern zur Verfügung gestellt und betreut. Hier ist meistens rund um die Uhr eine Hilfe vor Ort.

Neben letztgenannten WGs gibt es auch eine Art Mix aus Einzelwohnen und WG, d.h. man bewohnt bei einem Wohnheim-Anbieter ein Appartement mit eigenem Bad und Küche. Zusätzlich gibt es Gemeinschaftsräume, in denen verschiedene Freizeitangebote stattfinden können.

Ein besonderes Angebot für Menschen mit erworbener Hirnschädigung gibt es in Berlin von der Fürst Donnersmarck Stiftung: Wohnen mit Intensivbetreuung.


Wohnen mit Intensivbetreuung (WmI)
Zielgruppe des WmI sind Menschen, die rund um die Uhr Betreuung benötigen. Die Voraussetzung zur Aufnahme ist das Vorhandensein eines Pflegegrades. Die Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin vermietet hierzu insgesamt 34 barrierefreie Einzelappartements an zwei Berliner Standorten. Das Besondere an diesem Konzept ist, dass zwei unterschiedliche Dienstleistungen erbracht werden: zum einen eine intensive pflegerische Versorgung (SGB XI, SGB V) und zum anderen die intensive pädagogische Betreuung (im Rahmen der Eingliederungshilfe nach §53 ff SGB XII). Die Pflege (auch nachts) wird von einem ambulanten Pflegedienst geleistet und die Unterstützung zur Teilhabe wird von den pädagogischen Mitarbeiter/ -innen erbracht. Tagsüber sichern diese zudem situationsabhängige pflegerische Assistenz. Dies erfolgt dann im Rahmen der Eingliederungshilfe.


Trainingswohnen
Das sogenannte Trainingswohnen ist für Menschen mit Behinderung konzipiert, um sie im geschützten Rahmen einer WG und mit Unterstützung von pädagogischen Mitarbeitern auf ein möglichst selbstbestimmtes vorzubereiten. Es werden, innerhalb von 2 bis max.3 Jahren, Fertigkeiten zur selbständigen Alltagsbewältigung erlernt und geübt.


Wie finde ich Angebote?
Eine Liste aller Berliner Einrichtungen (Achtung, nicht nur MeH!) finden Sie hier!

Sie können sich auch in Ihrem Bezirk an die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen, den Sozialpsychiatrischen Dienst oder an das Fallmanagement für Eingliederungshilfe des Sozialamtes wenden. Die Adressen finden Sie im Internet oder auf www.berlin.de unter dem jeweiligen Bezirksamt beim Gesundheitsamt bzw. Sozialamt oder unter dem Bürgertelefon 115.

Die Beratungsstelle Lotse Berlin hilft bei der Suche nach einem geeigneten Platz.


Wer bietet Ambulant betreutes Wohnen für MeH in Berlin an?
EJF
Fürst Donnersmarck-Stiftung
RC reweca gGmbH (außerhalb von Berlin)