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Ehrenamt und Zuverdienst

Ehrenamt
Sich ehrenamtlich zu engagieren, gehört für viele Menschen zum Leben dazu. Ein Ehrenamt verbindet man jedoch eher damit, dass Freiwillige Menschen mit Behinderung helfen. Dass sich Menschen mit Behinderung selbst ehrenamtlich engagieren, ist noch nicht alltäglich. Das ehrenamtliche Engagement von Menschen mit Behinderung findet man häufiger innerhalb von Einrichtungen, wie z.B als Heimbeiräte, als Unterstützung von einrichtungsinternen Angeboten oder Werkstatträte.
Auch für Menschen mit erworbener Behinderung kann ein Ehrenamt eine Chance sein, sich wieder als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen, sich einzubringen und letztlich eine Anerkennung zu erhalten. Es schafft Selbstvertrauen und man kann Gutes tun, sich mit anderen austauschen, seine Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen. Die Tätigkeit sollte natürlich gut gewählt sein und es ist möglich, dass die eine oder andere Unterstützung gebraucht wird.
Der Vorteil eines Ehrenamtes ist, dass der Zeitumfang und die Tätigkeiten individuell ausgehandelt werden. Auf diese Weise kann man sich gerade als Erwerbsminderungsrentner/-in an eine Vielzahl von Tätigkeiten herantasten, ohne gleich unter großem Druck zu stehen.
Die Betätigungsfelder sind kunterbunt gemischt von Lesepatenschaften in Kitas, Besuchsdienste für Senioren, Tier- und Naturschutz, Selbsthilfegruppen usw.

Zuverdienst
Liegen noch schwere kognitive Einschränkungen vor, kann ein Ehrenamt noch nicht ausgeübt werden. Eine weitere Möglichkeit sich der Arbeitswelt anzunähern, kann dann ein sogenannter Zuverdienst bei einem Zuverdienstprojekt sein. Vor allem dann, wenn man noch feste äußere Strukturen benötigt und noch nicht ausreichend belastbar ist. Die Zuverdienste sind für Menschen mit seelischer Behinderung bzw. psychischer Erkrankung gedacht, die (auf Dauer/ vorübergehend) nicht erwerbsfähig sind. Seelisch behinderte Menschen sind Personen, die laut Eingliederungshilfe-Verordnung eine seelische Störung haben als Folge von Krankheiten oder Verletzungen des Gehirns, von Anfallsleiden oder von anderen Krankheiten oder körperlichen Beeinträchtigungen (Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bshg_47v/__3.html). Dieses Angebot ist demnach auch für Menschen mit erworbener Hirnschädigung geeignet, die noch neuropsychologische Störungen haben. Die Standards incl. Ziele der Zuverdienste in Berlin finden Sie hier.

Die Arbeitszeiten können individuell abgesprochen werden und man berücksichtigt den jeweiligen Bedarf und das individuelle Leistungsvermögen. Man kann jederzeit einsteigen und wieder aussteigen. Der Vorteil: Es gibt die Möglichkeit, sich in verschiedenen Arbeitsfeldern mit fachlicher Anleitung zu erproben. Es wird eine kleine Aufwandsentschädigung gezahlt.


Wie finde ich ein Ehrenamt in Berlin?
In Berlin gibt es in vielen Bezirken Freiwilligenagenturen, die den Interessenten dabei helfen, eine passgenaue Tätigkeit zu finden. Links und Infos finden Sie bei SEKIS und LAGFA.

In folgenden Datenbanken kann man selbständig fündig werden:

Berliner Stadtmission
bürgeraktiv
Stiftung Gute Tat
Oder besuchen Sie die jährlich stattfindende Freiwilligenbörse.


Wo finde ich Zuverdienstfirmen in Berlin?
Hier finden Sie Arbeitsangebote im Zuverdienst:
Soziale Unternehmen Berlin
Zuverdienstwegweiser